Albers Wunderling

Dorota Albers / Katja Wunderling
flora organica 

Zeichnung, Assemblage,Porzellanobjekte

7.4.2019 bis 26.5.2019

Ausstellungseröffnung:
Begrüßung: Tilman Rothermel
Einführung: N.N.

Neuer Worpsweder Kunstverein
NWWK c/o Village Worpswede, Bergstraße 22, 27726 Worpswede

Geöffnet tgl. 10 - 18 Uhr

Dorota Albers:

Das Material Porzellan als ein eigenständiges Objekt wahrzunehmen, ist historisch lange bewährt. Den Pfad der klassischen Fertigungswege in der Porzellangestaltung zu verlassen, das archaisch Edle des Porzellans mit ganz anderen Materialien bewusst zu Gunsten der künstlerischen Aussage zu verschmelzen, war und ist meiner Intention. Das Gestalten von kleinen Porzellanelementen, die zum Schluss zu einem ganzen künstlerischen Ausdruck formiert werden, hat für mich einen sehr meditativen Charakter, in dem aus den weißen Einzelelementen im Gesamtkunstwerk eine Anregung - ein Katalysator – für die Phantasie des Betrachters entsteht. Diese Art der meditativen Porzellangestaltung begann mit runden Elementen (Porzellanblüten), diese wurden auf einem „Substrat“ aus Drahtgewebe mit fluoreszieren Kordeln zu einem luftigen Wandteppich mit dem Titel „Hommage an die Kraft der Natur“ und weiteren floralen Objekten verarbeitet. Fortführend habe ich dieser Basisform so modifiziert, dass aus den Kleinelemente in verdichteter Formation organisch wirkenden Körper entstehen. In der Ausstellung „flora – organica“ werden Werke aus meinen Serien „Reduktion“, „Das Wesentliche“ und zum Teil auch aus dem floralem Thema „Und ewig blüht“ präsentiert. Bei ähnlicher Arbeitsweise und Thematik entsteht in der Ausstellung ein spannendes Gegenüber der Materialunterschiede in den Werken von Katja Wunderlich und Dorota Albers.

 

Katja Wunderling:

Der kreative Prozess beginnt bereits beim Sammeln und Auswählen der Naturmaterialen die dann auf Transparentpapier und auf mit Halbkreidegrund gestrichen Packpapier ihren Platz finden.
Die Transparentpapiere sind geritzt, durchstoßen und poliert . Damit werden sie in eine dreidimensionale Form, zu reliefartigen plastischen Gebilden getrieben. Auf den grundierten Blättern entwickeln sich meine Zeichnungen und Assemblagen unter Verwendung von Eitempera, Ölkreide und Naturmaterialien wie etwa Samen der Wilden Waldrebe, Senfsaat und Samenblatthülsen der wildwachsenden Lunaria etc.
Mit Radiernadel, Pinzette und Leim entstehen Ritzungen und Zeichnungen aus organischem Material.
Trotz ihrer Filigranität haftet den Arbeiten etwas Archaisches an, erinnernd an frühere Kulturen der „Jäger und Sammler Periode“. Bei der Betrachtung spürt man die Konzentration bei der Entstehung, die geordnete Schichtung der einzelnen Teile, die in einem meditativem Arbeitsprozess entstehen.
Meine Arbeit bezieht sich auf das Bestehende, das Andauernde, immer Wiederkehrende – den Kreislauf des Lebens: Geburt, Sein und Vergehen.